Frequently asked question

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Thema Inkontinenz. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Inkontinenz zusammengestellt.

Wie fängt Inkontinenz an?

Es gibt nicht einen Auslöser für Inkontinenz, sondern viele! Das kann eine Schwangerschaft sein, eine Blasenentzündung oder auch ganz einfach Stress. In der Regel fängt es aber damit an, dass Du, ohne es zu wollen, ein paar Tropfen Urin verlierst.  

Kann die Psyche auf die Blase schlagen?

Ja klar! Dein Körper reagiert natürlich, wenn es Dir nicht so gut geht. Dann schüttet er bestimmte Hormone aus oder Du verkrampfst Dich. Darum ist es absolut nicht ungewöhnlich, dass Leute, die viel Stress haben, auch an Inkontinenz leiden.

Warum machen Kinder ins Bett?

Es ist total normal, dass Kinder ins Bett machen. Das hat damit zu tun, dass sie ihren Körper noch nicht so gut kennen und nicht wissen, wann ihre Blase voll ist. Wenn das Kind dazu noch Stress hat, z.B. wegen einem Umzug, kann es schnell passieren, dass es aus Versehen ins Bett macht.

Welche Hormone fehlen in den Wechseljahren?

Frauen produzieren in den Wechseljahren weniger Progesteron und Östrogene – das sind Sexualhormone. Dadurch verändert sich das Hormongleichgewicht im Köper, was zu Symptomen wie Hitzewallungen, Inkontinenz oder auch Stimmungsschwakungen führen kann.

Wie äußert sich der Östrogenmangel in den Wechseljahren?

Der Östrogenmangel in den Wechseljahren kann viele Symptome haben. Dazu zählen Hitzewallungen, Müdigkeit und Inkontinenz. Aber auch Depressionen, Diabetes oder Haarausfall können in der Menopause auftreten.

Inkontinenz was hilft wirklich?

Inkontinenz hat viele Ursachen und darum gibt es kein Wunderheilmittel, das immer wirkt. Aber ein gesunder Lebensstil, sowie Becken- und Blasentraining können vielen Betroffenen helfen und die Symptome lindern. 

Wie fühlt sich ein schwacher Beckenboden an?

Wie sich ein schwacher Beckenboden konkret anfühlt, ist schwer zu beschreiben. Aber es gibt einige Symptome, die darauf hindeuten, dass Dein Beckenboden nicht stark genug ist. Wenn Du zum Beispiel beim Niesen ein paar Tropfen Urin verlierst, immer das Gefühl hast, dass Deine Blase nicht wirklich leer ist, oder Du Schmerzen beim Pinkeln hast. Bei Männern kann sogar eine Potenzstörungen anzeigen, dass der Beckenboden zu schwach ist.

Welcher Sport ist gut für den Beckenboden?

Die besten Sportarten für den Beckenboden sind Yoga, Pilates, Wandern und Schwimmen. Vor allem Sportarten wie Yoga und Pilates stärken gezielt den Beckenboden. Wandern und Schwimmen eignen sich dagegen sehr gut, weil bei diesen Sportarten die Belastung der Beckenbodenmuskulatur durch Erschütterungen gering ist, während der Beckenboden dennoch sehr gut trainiert wird. 

Wie äußert sich eine Blasenschwäche?

Du merkst, dass Du eine Blasenschwäche hast, wenn Du häufig aufs Klo musst, auch wenn Deine Blase gar nicht richtig voll ist und Du zum Beispiel in der Nacht immer wieder zur Toilette gehst. Genauso kann es sein, dass du plötzlich starken Harndrang hast oder Du beim Sport oder beim Niesen ein paar Tropfen Urin verlierst, ohne es zu wollen.

Wie lange hält eine schwangerschaftsbedingte Inkontinenz an?

Wie lang eine Inkontinenz nach der Schwangerschaft bleibt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Meistens verschwindet die Inkontinenz nach drei Monaten, aber es kann auch Jahre dauern, bis Du keine Blasenschwäche mehr hast. 76 Prozent der Frauen, die drei Monate nach der Entbindung immer noch eine Blasenschwäche haben, leiden auch zwölf Jahre später an Inkontinenz.

Was tun bei stressbedingter Blasenentzündung?

Es stimmt: Stress kann zu einer Blasenentzündung führen. Natürlich kannst Du sie mit Medikamenten behandeln, aber es ist genauso wichtig, dass Du Dich um Dein Wohlbefinden kümmerst. Gönn dir Pausen, versuche zu meditieren oder nutze kurze Yogaeinheiten, um Dein vegetatives Nervensystem wieder in Balance zu bringen – denn genau damit stärkst Du Dein Immunsystem. 

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause ist die Zeit vor der Menopause, in der Frauen immer noch einen Zyklus haben und schwanger werden können. Die Perimenopause kann bereits Anfang vierzig losgehen. In dieser Zeit produziert der Körper immer weniger Sexualhormone, was zu Symptomen wie Hitzewallungen, Regelproblemen oder Gedächtnisstörungen führen kann.  

Gibt es einen Unterschied zwischen Blasenschwäche und Inkontinenz?

Blasenschwäche und Harninkontinenz werden oft synonym verwendet, da sie ähnliche Probleme mit der Harnkontrolle beschreiben. Blasenschwäche ist jedoch ein allgemeinerer Begriff, der auf verschiedene Schwierigkeiten beim Halten des Harns hinweist, während Harninkontinenz spezifischer auf ungewollten Harnverlust in unterschiedlichen Situationen verweist, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder bei starkem Harndrang. Inkontinenz ist somit eine Form der Blasenschwäche, die sich auf den unkontrollierten Harnverlust bezieht.

Was versteht man unter Dranginkontinenz?

Dranginkontinenz, auch als überaktive Blase bezeichnet, ist eine Art von Harninkontinenz, bei der es zu unkontrollierbaren Harnabgängen kommt, oft begleitet von einem plötzlichen und starken Harndrang. Betroffene, die unter Dranginkontinenz leiden, verspüren einen intensiven Drang, ihre Blase zu entleeren, und können es möglicherweise nicht rechtzeitig zur Toilette schaffen, was zu unfreiwilligem Harnabgang führt. 

Was versteht man unter Stressinkontinenz?

Stressinkontinenz ist eine Form der Harninkontinenz, bei der unfreiwilliger Harnverlust auftritt, wenn Druck oder Belastung auf die Blase und den Beckenboden ausgeübt wird. Dies kann beispielsweise beim Niesen, Husten, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder beim Treppensteigen der Fall sein. Bei Personen mit Stressinkontinenz ist der Verschlussmechanismus der Harnröhre und des Blasenhalses geschwächt oder ineffektiv. 
Die Hauptursache der Stressinkontinenz ist oft eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur und der Bänder, die die Harnröhre und die Blase stützen. Dies kann durch Faktoren wie Schwangerschaft und Geburt, hormonelle Veränderungen (insbesondere nach den Wechseljahren), Übergewicht oder Fettleibigkeit, chronisches schweres Heben und andere Faktoren verursacht werden, die zu einer Belastung des Beckenbodens führen.

Was versteht man unter Mischinkontinenz?

Mischinkontinenz bezieht sich auf eine Form der Harninkontinenz, bei der mehrere Unterarten der Inkontinenz gleichzeitig oder abwechselnd auftreten. Es handelt sich also um eine Kombination von Symptomen aus verschiedenen Arten der Harninkontinenz, etwa Dranginkontinenz und Stressinkontinenz. Personen mit Mischinkontinenz haben sowohl Probleme mit unfreiwilligem Harnverlust bei erhöhtem Druck oder Belastung (Stressinkontinenz) als auch mit plötzlichem, starkem Harndrang und unkontrollierbarem Harnabgang (Dranginkontinenz). 

Was sind Anzeichen einer Stuhlinkontinenz?

Wenn du ungewollt Stuhl oder Darmgase verlierst, kann es sein, dass du von einer Stuhlinkontinenz betroffen bist. Sichere Anzeichen sind beispielsweise der unkontrollierte Abgang von Luft aus dem Darm oder Spuren von Stuhlschmieren in der Unterwäsche. Je nachdem, wie stark die Inkontinenz ausfällt, ist es möglich, dass du beispielsweise den Stuhlgang zwar bemerkst, ihn aber nicht zurückhalten kannst und es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffst. Bei einer Totalinkontinenz hast du hingegen überhaupt keine Kontrolle mehr über deinen Darm, und der Stuhlverlust passiert, ohne dass es dir bewusst ist. 

Was ist ein Kontinenzzentrum?

Ein Kontinenzzentrum ist eine regionale oder überregionale Anlaufstelle für Betroffene von Harn- und/oder Stuhlinkontinenz. Oft sind die Zentren an Kliniken angeschlossen, sodass ein schneller fachlicher Austausch mit unterschiedlichen medizinischen Abteilungen (zum Beispiel Urologie, Gynäkologie oder Neurologie) gewährleistet ist. Zu den Leistungen gehören eine umfassende Beratung, eine spezifische Diagnostik sowie individuell abgestimmte Therapiemaßnahmen.

Was ist Enuresis?

Enuresis ist der medizinische Begriff für das (nächtliche) Einnässen von Kindern im Alter ab fünf Jahre. Zu den Ursachen gehören unter anderem eine verzögerte Reifung der Blasenkontrolle oder eine genetische Veranlagung. Aber auch psychische Gründe, beispielsweise ein Umzug, soziale Probleme oder die Geburt eines Geschwisterkindes, können eine Enuresis auslösen. 

Was ist der Unterschied zwischen Inkontinenzvorlagen und -einlagen?

Inkontinenzvorlagen ähneln in ihrer Form Damenbinden, sind aber saugstärker, dicker und größer. In der Regel werden sie mit Klebestreifen an einer Netzhose fixiert, sodass die Vorlage nicht verrutscht. Inkontinenzeinlagen ähneln optisch Slipeinlagen und lassen sich mit einem Klebestreifen in der Unterwäsche befestigen. Ihr Flüssigkeitsspeicher ist deutlich kleiner als der von Inkontinenzvorlagen. 

Was ist Biofeedback?

Biofeedback bei Inkontinenz ist eine therapeutische Technik, bei der Sensoren verwendet werden, um die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur aufzuzeichnen. Die erfassten Daten werden dem Patienten in Echtzeit als visuelle oder auditive Rückmeldung präsentiert. Durch diese Rückmeldungen lernt der Patient, wie er die Beckenbodenmuskulatur gezielt anspannen und entspannen kann. Dies hilft, die Kontrolle über den Harnfluss zu verbessern und Inkontinenzsymptome zu reduzieren. Die Methode erfordert regelmäßige Übung und Anleitung durch einen qualifizierten Therapeuten. 

Wie hängen Prostatawachstum und Inkontinenz zusammen?

Männliche Inkontinenz ist ab dem 50. Lebensjahr keine Seltenheit, eine vergrößerte Prostata kann eine der häufigsten Ursachen sein. Die Prostata spielt eine wichtige Rolle im männlichen Fortpflanzungssystem, aber ihr Wachstum im Alter kann die Harnröhre einengen und zu verschiedenen Problemen führen, darunter Inkontinenz. Männer sollten sich ihrer Prostatagesundheit bewusst sein und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Erwägung ziehen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln

Was ist eigentlich der Beckenboden?

Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe, die aus verschiedenen ineinandergreifenden Muskelschichten und Bindegewebefasern besteht. Gut trainiert verschließt er die Bauch- und Beckenhöhle und stützt die Harnröhre sowie den Schließmuskel der Harnblase. Das heißt, er sichert die Kontinenz, also unsere Fähigkeit, den Urin zu halten. Auch beim Husten, Hüpfen, Lachen, Niesen oder beim Tragen schwerer Lasten ist der Beckenboden aktiv. Er baut nämlich einen Gegendruck auf, um etwaigen unerwünschten Urinverlust zu verhindern.  

Bei Frauen kann die Beckenbodenmuskulatur nach der Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes geschwächt sein. Regelmäßiges Beckenbodentraining kann die Muskelgruppe aber wieder stärken und die Senkung von Organen, z. B. der Gebärmutter ins kleine Becken, verhindern und damit der Entstehung von Harninkontinenz vorbeugen.  
 
Ausführlichere Informationen zum Thema „Beckenbodentraining in der Schwangerschaft“ findest du hier.

Was ist eine Prostatitis?

Eine Entzündung der Prostata wird auch als Prostatitis bezeichnet. Typische Symptome sind häufige Toilettengänge mit geringen Urinmengen. Das Wasserlassen kann schmerzhaft sein. Darüber hinaus zählen Schmerzen bei der Darmentleerung, im Unterleib oder im unteren Rücken zu möglichen Anzeichen der Entzündung. Darüber hinaus können Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten. 
 
Die Entzündung wird häufig durch Bakterien ausgelöst. Sie gilt als chronisch, sobald sie länger als drei Monate anhält. Eine abakterielle Prostatitis liegt vor, wenn keine Bakterien als Ursache für die Entzündung verantwortlich sind. Meist handelt es sich dann um ein sogenanntes chronisches Beckenbodenschmerzsyndrom. Manchmal können Entzündungsmarker ein Hinweis auf diese Form der Prostatitis sein. 
 
Mehr Informationen zum Thema Prostatitis findest du hier.

Was sind Inhalte eines Blasentrainings?

Ziel eines Blasentrainings (Urotherapie) ist es, die Blase besser zu kontrollieren. Zu den Inhalten gehören neben konkreten Dokumentationsmaßnahmen auch das Erlernen gezielter Verhaltenstechniken für den Alltag, 
 
Betroffene führen ein Art Tagebuch, in dem sie z. B. ihre tägliche Trinkmenge (Trinkplan), die Uhrzeiten und Häufigkeit der Toilettengänge (Toilettenplan) sowie die ausgeschiedene Urinmenge notieren. Dies soll ihnen dabei helfen, die Blase über Tag und später auch in der Nacht an einen festen Rhythmus zu gewöhnen, sodass die Blasenkontrolle besser gesteuert werden kann. Darüber hinaus lernen Betroffene bestimmte Techniken, die ihnen dabei helfen sollen, sich z. B. in Notsituationen gedanklich vom Harndrang abzulenken und diesen erfolgreich zu unterdrücken. 
 
Wie genau ein Blasentraining aufgebaut ist, liest du hier.

Wie entstehen Blasensteine?

Blasensteine entstehen in der Harnblase und treten häufig in Folge eines Urinstaus auf. Dadurch kommt es zu kristallartigen Ablagerungen. Oftmals bilden sich die Steine bereits in den Nieren und wandern dann über den Harnleiter in die Blase. 
 
Die Beschwerden hängen von der Größe der Blasensteine ab. Kleine Steine werden in der Regel mit dem Urin (unbemerkt) aus dem Körper gespült. Je größer sie sind, desto wahrscheinlicher sind hingegen Symptome wie Schmerzen beim Wasserlassen, Unterleibskrämpfe oder Blut im Urin. Bei größeren Steinen können Schallwellen dabei helfen, diese zu zerstören. Zudem gibt es verschiedene operative Verfahren, mit denen die Steine entfernt werden können. 
 
Du möchtest mehr über Blasensteine erfahren? Dann klicke hier. 

Beckenbodentraining trotz Kaiserschnitt?

Obwohl der Beckenboden bei einem Kaiserschnitt nicht zusätzlich belastet wird, benötigt die Muskelgruppe nach der operativen Entbindung trotzdem spezielles Training. Dein Beckenboden wurde nämlich bereits zuvor während der Schwangerschaft stark belastet – zum einen aufgrund des Gewichts deines Kindes und des Fruchtwassers, zum anderen durch die Plazenta.  
 
Nach einem Kaiserschnitt kannst du bereits im frühen Wochenbett mit entsprechender Rückbildungsgymnastik beginnen. Erster Ansprechpartnerin dafür ist deine Hebamme. Sie wird dir zeigen, mit welchen Übungen du beginnen kannst. Deine Bauchmuskulatur und dein Schritt dürfen nämlich nach der OP noch nicht zu früh wieder belastet werden. 

Was ist Kältediurese?

Die Kältediurese bezieht sich auf eine vermehrte Ausscheidung von Urin, die durch Kälte ausgelöst wird. Wenn der Körper Kälte ausgesetzt ist, reagiert er durch verschiedene Mechanismen, um die Körperkerntemperatur aufrechtzuerhalten. So ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen (Vasokonstriktion), um Wärmeverlust zu reduzieren und die Wärme im Körper zu behalten. Das führt dazu, dass der Blutfluss zunimmt und die Nieren besser durchblutet werden. In der Folge bildet sich mehr Urin und wir verspüren den Drang, bald Wasser lassen zu müssen. Dieses „Phänomen“ heißt auch Kältediurese

Was ist eine Harnröhrenverengung?

In der medizinischen Fachsprache als Urethralstriktur bekannt, handelt es sich hierbei um eine Einschränkung des normalen Durchmessers der Harnröhre. Die Verengung bewirkt, dass der Urinfluss aus der Blase gehemmt wird, was wiederum eine ganze Reihe von Komplikationen nach sich ziehen kann. Eine der bedeutsamsten Folgen ist die Blasenschwäche, also die abnehmende Fähigkeit, den Urin effektiv zu speichern und kontrolliert abzugeben. Diese Bedingung kann für betroffene Männer durchaus herausfordernd sein, ist jedoch keinesfalls eine seltene oder unbehandelbare Erkrankung. Erfahre hier mehr dazu.

Was bedeutet Nykturie?

Nykturie bezeichnet das Phänomen, dass eine Person während der Nacht vermehrt urinieren muss. Dies steht im Gegensatz zur normalen Harnfrequenz während des Tages. Bei Nykturie wacht eine Person aufgrund des Bedürfnisses, zur Toilette zu gehen, mehrmals während der Nacht auf. Nykturie kann eine Alterserscheinung, aber auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. Auch Blasenprobleme wie eine überaktive Blase oder Harnwegsinfektionen oder die Einnahme von Medikamenten können die Ursache sein. 

Was ist ein Miktionstagebuch?

Ein Miktionstagebuch, auch Blasentagebuch genannt, ist ein Aufzeichnungsprotokoll, das Informationen über das Miktionsverhalten einer Person enthält. Miktion bezieht sich auf den Prozess des Wasserlassens oder Urinierens. Das Tagebuch wird oft von Personen geführt, die unter Blasenproblemen oder Harnwegsstörungen leiden, und es dient dazu, detaillierte Informationen über die Häufigkeit, Menge, Timing und Begleitumstände des Wasserlassens zu sammeln. In einem Miktionstagebuch werden folgende Dinge festgehalten:

  • wann und wie viel Du am Tag trinkst (in Milliliter),
  • wie viel Urin Du ausscheidest (in Milliliter),
  • wie stark Dein Harndrang ist (stark, mittel, schwach),
  • ob und in welchen Situationen Du Urin verlierst,
  • welche Medikamente Du gegebenfalls einnimmst. 

Erfahre hier, wie ein Blasentraining Dir helfen kann, die Kontrolle über Deine Blase zurückzugewinnen und Du dabei das Miktionstagebuch unterstützend nutzt. 

Worum handelt es sich bei extraurethraler Inkontinenz?

Die extraurethrale Inkontinenz gehört grundsätzlich zu den seltenen Inkontinenzformen. Extraurethral bedeutet außerhalb der Harnwege. Bei der extraurethralen Inkontinenz tritt der Urin statt durch die Harnröhre durch fehlgelegte oder fehlgebildete Gänge aus.

Bei Kindern ist die Ursache meist eine organische Fehlbildung der unteren Harnleiter. Im Erwachsenenalter können Fisteln die Ursache sein. Bei Fisteln handelt es sich um Verbindungskanäle, die sich im Körperinneren bilden können. Symptom der extraurethralen Harninkontinenz ist ein ununterbrochener Abgang von Urin über die falschen Ausgänge wie Vagina oder After.