Gute Nacht – Tipps für besseren Schlaf
Harninkontinenz betrifft etwa 13 Prozent der Bevölkerung, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte und auf bis zu 25 Prozent geschätzt wird. Vor allem die nächtliche Bewältigung von Inkontinenz kann für Betroffene wie Angehörige eine besondere Herausforderung sein, denn wir alle wünschen uns eine erholsame Nachtruhe. Wir haben wertvolle Tipps und Wissenswertes für guten Schlaf und eine geruhsame Nacht.

Der heilige Schlaf
Die Nachtruhe ist eine der Grundvoraussetzung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ausreichend Schlaf ist nicht nur wichtig, um Müdigkeit und Erschöpfung zu vermeiden, er stärkt auch das Immunsystem, Zellen reparieren sich und das Herz-Kreislauf-System wird entlastet. Ein erholsamer Schlaf kann zudem helfen, Stress abzubauen und die Stimmung zu stabilisieren. Er verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und die Problemlösungsfähigkeiten. Doch was tun, wenn nächtlicher Harndrang (medizinisch Nykturie) uns um unseren wertvollen Schlaf bringt?
Definition NYKTURIE
Die International Continence Society (ICS, zu deutsch: Internationale Kontinenz-Gesellschaft) spricht von einer Nykturie, wenn Betroffene ihren Nachtschlaf einmal oder mehrmals unterbrechen müssen, um ihre Harnblase zu entleeren.
Tipps und Tricks
Wer sehnt sich nicht nach erholsamem Schlaf und süßen Träumen? Für Menschen, die nachts mehrmals zur Toilette müssen, liegen diese Wünsche jedoch oft in weiter Ferne. Das nächtliche Wasserlassen kann dazu führen, dass die für die körperliche Regeneration so wichtige Tiefschlafphase unterbrochen wird. Auf Dauer kann ein gestörter Schlaf auf diese Weise verschiedene negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Doch nicht nur unsere Gesundheit, auch unser allgemeines Wohlbefinden hängt ganz essenziell von einer ungestörten Nachtruhe ab. Wir haben Informationen, Tipps und Hilfsmittelempfehlungen zusammengestellt, die Betroffenen wie Angehörigen helfen, mit dem nächtlichen Harndrang gut umzugehen und entspannt durch die Nacht zu kommen.
> Entspannte Atmosphäre
Bist Du oder ist eine Dir nahestehende Person von Inkontinenz betroffen, ist eine entspannte Atmosphäre, in der man sich sicher und wohl fühlt, besonders wichtig. Insbesondere die Nacht kann Paare, die ein Bett teilen, oder Menschen, die zusammenwohnen, vor gewisse Herausforderungen stellen. Ein offener und vertrauter Umgang mit dem Thema ist daher die Grundvoraussetzung für eine geruhsame Nacht. Sorge entweder allein oder mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin für Dich und schaffe Dir eine beruhigende Schlafumgebung: Dimm das Licht, spiel entspannende Musik oder lies vor dem Einschlafen eine beruhigende Lektüre. Denn Stress und Unwohlsein fördern den ungewollten Urinverlust.
> Gemeinsame Vorbereitung
Es kann sinnvoll sein, im Vorfeld über nächtliche Routinen nachzudenken und Dir einen Plan zu machen. Dabei geht es darum, welche Schritte unternommen werden können, um nachts mit der Inkontinenz umzugehen. Das kann den Einsatz von geeigneten Inkontinenzprodukten, das Abendessen oder Trinkverhalten betreffen.
> Schlafumgebung optimieren
Stelle sicher, dass die Schlafumgebung komfortabel ist, Dir aber auch die Möglichkeit bietet, problemlos aufzustehen und Dich auch leicht wieder hinzulegen. Halte Wege zum Badezimmer frei und sorge für ausreichende und unkomplizierte Beleuchtung, um nachts Unfälle zu vermeiden.
> Geeignete Inkontinenzprodukte verwenden
Die richtigen Inkontinenzprodukte, die während der Nacht den besten Schutz bieten, sind essenziell. Sie nehmen nicht nur große Mengen an Flüssigkeit auf, sondern sind auch geruchsneutralisierend und hautfreundlich. Hier findest Du passende Inkontinenzslips für die Nacht. Spezielle Nacht-Produkte für Frauen findest Du hier.
> Wasserzufuhr regulieren
Begrenze die Wasseraufnahme in den Stunden vor dem Schlafengehen, um nächtliche Toilettengänge zu minimieren. Achte jedoch darauf, dass ausreichend Flüssigkeitszufuhr tagsüber erfolgt, um Dehydrierung zu vermeiden. Alkohol und Getränke wie Kaffee, Matetee, schwarzer und grüner Tee oder Cola sind wegen ihrer aufputschenden Wirkung nicht zu empfehlen. Sie wirken zudem harntreibend und blasenreizend.
> Toilettengänge planen
Vor dem Schlafengehen ist es für Betroffene sinnvoll, noch einmal auf die Toilette zu gehen, um die Blase zu entleeren. Auch ein schweres und zu spätes Abendessen sollte vermieden werden, da ein voller Magen nächtliche Dringlichkeiten verstärkt.
> Schutz für das Bett
Auch für Dein Bett gibt es die passenden Produkte, um eventuelles Auslaufen von Urin aufzufangen und die Matratze zu schützen. Sollte es doch zu einem Malheur kommen, hilft es, auf die schnelle Reinigung und den Wechsel der Bettwäsche vorbereitet zu sein und die notwendigen Reinigungsmittel, Wechselkleidung und Wechselbettwäsche griffbereit zu haben.
> Nächtliche Unterstützung bieten
Es kann eine große Hilfe für Betroffene sein, wenn sie nachts nicht allein auf die Toilette gehen müssen. Eine Unterstützung kann bereits sein, das Licht anzumachen, die Wege freizuhalten oder beim Aufstehen und Gehen zum Badezimmer zu helfen, wenn der oder die Betroffene das als hilfreich empfindet.
> Wer die Ursache kennt, findet eine Lösung
Grundsätzlich gilt es, Ursachen und Form für den nächtlichen Harndrang zu identifizieren, denn Nykturie selbst ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das auf verschiedene zugrunde liegende gesundheitliche Probleme hinweisen kann. Es kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden wie zum Beispiel Blasenentzündung, eine überaktive Blase, Diabetes oder eine vergrößerte Prostata. Wenn Du regelmäßig nachts aufstehen musst, um zur Toilette zu gehen, ist es wichtig, die Ursache ärztlich abklären zu lassen, um etwaige Erkrankungen zu identifizieren und zu behandeln.
Egal ob nächtlicher Harndrang, kleine Blasenschwäche oder Inkontinenz, grundsätzlich gilt: Nur wer die Ursache kennt, kann eine individuelle Behandlung anstreben und so den leidigen Harndrang oder ungewollten Urinverlust eindämmen.
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