Männer und Inkontinenz

Blasenschwäche beim Mann – Kein Grund zur Panik

Es ist klar, warum Männer nicht gern über Inkontinenz reden. Den Harndrang nicht unter Kontrolle zu haben, kratzt ganz schön am Ego. Dabei ist es total OK, zu dem Thema Fragen zu haben. Genau dafür sind wir hier: Um Dir zu helfen. Denn jeder achte Mann leidet unter Harninkontinenz. Vor allem nachts kann ein übermäßiger Harndrang zur nassen Matratze führen. Aber es ist kein Grund zur Panik. Das hier sind die besten Tipps, um nachts trocken durchzuschlafen!

Jeder achte Mann leidet
unter einer Blasenschwäche.

  • Wenn Du in der Nacht oft auf die Toilette musst, oder Urin verlierst, hast Du vielleicht eine Blasenschwäche.
  • Eine der Ursachen für den übermäßigen Harndrang ist, dass unser Blasenmuskel mit dem Alter an Elastizität verliert, sodass die Blase weniger Urin fassen kann.
  • Ein offener Umgang mit der Blasenschwäche kann dabei helfen, Scham abzubauen.

Wenn Du in der Nacht oft auf die Toilette musst, oder Urin verlierst, ohne es zu merken, dann hast Du vielleicht das, was Mediziner Nykturie (nächtlicher Harndrang) oder Enuresis (nächtliches Einnässen) nennen. Beides kann Dich um Deinen Schlaf bringen und Deine Lebensqualität beeinträchtigen. Die Folgen sind klar. Du bist tagsüber müde, fühlst Dich abgeschlagen und hast Probleme mit der Konzentration. 

Aber was kannst Du machen, um wieder durchschlafen zu können?

Fangen wir mit den Ursachen der Harninkontinenz an: Unser Blasenmuskel verliert mit dem Alter an Elastizität, sodass die Blase sowieso weniger Urin speichern kann. Wird also nachts eine zu große Menge Urin produziert, drückt die Blase und Du musst auf die Toilette. Hier gibt es zunächst eine ganz einfache Lösung: Trink am Abend weniger. Vor allem auf harntreibende Getränke wie Kaffee, Tee und Alkohol solltest Du nach dem Abendessen verzichten, da diese die Urinmenge vergrößern können. Und direkt vor dem Schlafengehen solltest Du auch noch einmal auf die Toilette gehen.

Übrigens kann nächtlicher Harndrang, die Nykturie, auch durch Schlafstörungen ausgelöst werden. Unser Körper produziert im Wachzustand nämlich mehr Urin als im Schlaf. Liegst Du also nachts häufig wach, füllt sich Deine Blase schneller. Für Schlafstörungen gibt es viele verschiedene psychische und organische Ursachen. Durch eine ursachenorientierte Therapie der Schlafstörungen kann sich nicht nur Deine Schlafqualität verbessern, sondern auch Dein nächtlicher Harndrang verringert werden.

Verschweige Dein Problem nicht!

Viele Männer mit Blasenschwäche verheimlichen ihr Problem, ziehen sich aus Scham von Familie und Freunden zurück. Selbst die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner erfährt oft nicht was los ist. Dabei gibt es nichts, was Betroffenen peinlich sein sollte – immerhin ist die Inkontinenz sehr häufig – vor allem bei Männern über 50 Jahren. Solltest Du also unter einer Blasenschwäche leiden, dann trau Dich, darüber mit Deiner Familie, Deinen Freunden und natürlich Deinem Arzt zu sprechen. Ein offener Umgang mit Harninkontinenz kann dabei helfen, Scham abzubauen. Außerdem wirst Du überrascht sein, wie viele damit auch schon Erfahrungen und Tipps für eine Behandlung der Inkontinenz haben. Das ist doch eine tolle Aufgabe: 

„Gemeinsam können wir die Inkontinenz aus der Tabuzone holen! ”

Stefan, 56 Jahre

Journalist

Weitere Blogtexte für Dich