Inkontinenz nach einer Operation: Was tun bei ungewolltem Urinverlust?

Eine Operation ist geschafft – und jetzt möchtest Du Dich auf Deine Genesung konzentrieren. Vielleicht bemerkst Du in dieser Zeit, dass Deine Blase vorübergehend anders reagiert und es gelegentlich zu ungewolltem Urinverlust kommt. Vor allem nach Eingriffen an Prostata, Blase oder im Becken kann es zunächst schwerer als gewohnt sein, den Urin sicher zu halten. Gezieltes Beckenbodentraining und passende Inkontinenzprodukte können Dir helfen, Deinen Alltag während der Genesung gut und selbstbestimmt zu gestalten.

Eine Ärztin legt einer Patientin beruhigend die Hand auf die Schulter

Kann eine Operation Inkontinenz verursachen?

Ja, nach einer Operation kann es zu Harninkontinenz kommen. Häufig verschwindet der ungewollte Urinverlust im Lauf der Genesung wieder. Denn je nach Eingriff können beispielsweise der Schließmuskel, der Beckenboden oder bestimmte Nerven vorübergehend in ihrer Funktion beeinträchtigt sein.

Das bedeutet nicht automatisch, dass bei der Operation etwas schiefgelaufen ist. Gewebe braucht Zeit zum Heilen, gereizte Nerven müssen sich erholen und Muskeln ihre Aufgabe wieder vollständig übernehmen können.

Zur Nachsorge bei manchen Eingriffen gehört ein Blasenkatheter, über den der Urin vorübergehend abfließen kann. Er wird beispielsweise bei Operationen an Prostata oder Blase sowie bei größeren Eingriffen im Becken eingesetzt. Nach dem Entfernen des Katheters kann sich das Wasserlassen zunächst ungewohnt anfühlen. Manche Menschen verspüren vorübergehend häufiger oder stärkeren Harndrang. Der Katheter selbst verursacht jedoch normalerweise keine bleibende Inkontinenz.

Ob und wie sich das Wasserlassen nach einer Operation verändert, hängt vor allem davon ab, wo und wie operiert wurde. 

Durch welche OP kannst Du inkontinent werden?

Nicht jede Operation wirkt sich auf die Blase aus. Ein höheres Risiko für Veränderungen beim Wasserlassen besteht vor allem dann, wenn in der Nähe der Blase, im Becken oder an Nerven operiert wird, die an der Kontrolle der Blase beteiligt sind. Dann kann es beispielsweise vorübergehend schwerer sein, den Urin zu halten, der Harndrang kann zunehmen, oder die Blase lässt sich nicht wie gewohnt entleeren.

Prostataoperationen

Besonders bekannt ist Harninkontinenz nach einer Prostata-OP. Dabei wird die Prostata jedoch nicht bei jedem Eingriff vollständig entfernt. Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung wird beispielsweise häufig nur das Gewebe entfernt, das den Urinfluss behindert. Nach solchen Eingriffen können vorübergehend stärkerer Harndrang oder Schwierigkeiten beim Halten des Urins auftreten.

Anders ist es bei Prostatakrebs: Muss die Prostata vollständig entfernt werden – Fachleute sprechen von einer radikalen Prostatektomie –, verändert sich die Situation rund um Blase und Harnröhre stärker. Der äußere Schließmuskel muss anschließend einen größeren Teil der Aufgabe übernehmen, den Urin sicher zurückzuhalten.

Direkt nach dem Entfernen des Katheters haben deshalb viele Männer zunächst Schwierigkeiten, den Urin zu halten. Bei vielen verbessert sich die Blasenkontrolle im Lauf der ersten Wochen bzw. Monate zunehmend. 

Wenn bei Dir eine Prostataoperation ansteht oder bereits durchgeführt wurde, findest Du in unserem Beitrag „Inkontinenz nach Prostata-OP: Ursachen, Folgen und Lösungen“ ausführliche Informationen.

Doch nicht nur Eingriffe an der Prostata können sich auf das Wasserlassen auswirken. Auch Operationen direkt an Blase oder Harnwegen können vorübergehend Veränderungen mit sich bringen. 

Operationen an Blase und Harnwegen

Bei Eingriffen an der Blase werden beispielsweise Blasensteine entfernt oder Veränderungen der Blasenwand behandelt. Danach kann die Blase zunächst empfindlicher reagieren – etwa mit häufigerem oder stärkerem Harndrang.

Ähnliches ist nach Eingriffen an den Harnwegen möglich. Werden beispielsweise Steine aus dem Harnleiter entfernt, können die Harnwege anschließend vorübergehend gereizt sein.

Doch nicht immer muss direkt an Blase oder Harnwegen operiert werden, damit sich das Wasserlassen verändert. Auch andere in der Nähe liegende Organe und Nerven im Becken können sich darauf auswirken. 

Operationen im Becken bei Frauen

Bei Frauen kommen beispielsweise Operationen wegen einer Gebärmutter- oder Scheidensenkung, eine Gebärmutterentfernung oder umfangreichere Eingriffe bei Endometriose infrage.

Bei einer Senkung können Blasenbeschwerden bereits vor der Operation bestehen. Nach der Korrektur liegen die Organe im Becken anders zueinander, sodass sich auch die Blasenfunktion verändern kann. Manchmal wird dadurch ein Urinverlust bemerkbar, der vorher kaum aufgefallen ist.

Bei größeren Eingriffen an der Gebärmutter oder bei Endometriose wird in der Nähe von Blase, Harnwegen und Nerven operiert. Danach können häufiger Harndrang oder Schwierigkeiten bei der Blasenentleerung auftreten.

Eine Inkontinenz ist jedoch keineswegs eine zwangsläufige Folge solcher Eingriffe. Und wenn sich die Blase nach der Operation zunächst anders verhält, können die Beschwerden im Lauf der Genesung wieder abklingen. 

Operationen an Darm und Enddarm

Auch bestimmte Darmoperationen können Auswirkungen auf die Blase haben. Das betrifft vor allem größere Eingriffe am Enddarm, denn dort verlaufen Nerven, die an der Kontrolle der Blase beteiligt sind.

Werden diese Nerven während der Operation gereizt oder beeinträchtigt, kann es anschließend beispielsweise schwerer fallen, die Blase vollständig zu entleeren. Auch häufiger Harndrang oder ungewollter Urinverlust sind möglich. 

Kann nach einer Darmoperation auch Stuhlinkontinenz auftreten?

Nach bestimmten Operationen an Darm oder Enddarm kann sich auch die Kontrolle über den Stuhl verändern. Denn in diesem Bereich verlaufen Nerven, die daran beteiligt sind, den Stuhlgang zu steuern. Werden sie durch den Eingriff gereizt oder beeinträchtigt, können häufiger oder sehr plötzlicher Stuhldrang sowie Schwierigkeiten auftreten, Stuhl sicher zurückzuhalten.

Auch hier gilt: Solche Veränderungen müssen nicht bestehen bleiben. Während der Genesung können sich die Beschwerden mildern. Halten sie an oder belasten sie Dich im Alltag, kann eine ärztliche Abklärung helfen, die Ursache zu erkennen und passende Behandlungsmöglichkeiten zu finden. 

Operationen an Gehirn, Rückenmark und Nerven

Nerven spielen sowohl für die Kontrolle der Blase als auch des Darms eine wichtige Rolle. Deshalb können sich nicht nur Eingriffe im Becken, sondern auch Operationen an Gehirn oder Rückenmark auf das Wasserlassen auswirken. Denn von dort werden wichtige Signale für das Füllen und Entleeren der Blase weitergeleitet.

Werden bei einer Operation Nervenverbindungen beeinflusst, die an dieser Steuerung beteiligt sind, kann sich die Blasenfunktion verändern. Manche Menschen verspüren plötzlich starken Harndrang oder verlieren ungewollt Urin, andere können ihre Blase nicht mehr vollständig entleeren.

Welche Veränderungen auftreten, hängt davon ab, wo operiert wurde und welche Nerven betroffen sind. 

Wenn eine Krebserkrankung der Grund für die Operation ist

Prostata-, Blasen- oder andere Operationen im Becken können Teil einer Krebstherapie sein. In dieser Situation kann nicht nur der Eingriff selbst eine Rolle spielen: Je nach Erkrankung kommen weitere Behandlungen hinzu, die Blase und Harnwege beeinflussen können.

Mehr über diese Zusammenhänge erfährst Du in unserem Beitrag „Inkontinenz und Krebs: Zusammenhänge, Ursachen und Lösungen“.

Unabhängig von der Art der Operation lohnt es sich, darauf zu achten, wann und in welchen Situationen sich Deine Blase bemerkbar macht. Denn Urinverlust beim Husten oder Heben ist etwas anderes als plötzlich starker Harndrang – und wird entsprechend anders eingeordnet. 

Welche Blasenprobleme können nach einer Operation auftreten?

Verlierst Du beim Husten, Niesen, Aufstehen oder Heben Urin, spricht das eher für eine Belastungsinkontinenz. Dabei kann der Verschluss der Harnröhre dem erhöhten Druck im Bauchraum nicht ausreichend standhalten.

Meldet sich Deine Blase dagegen plötzlich und sehr dringend, kann eine überaktive Blase dahinterstecken. Schaffst Du es bei diesem starken Harndrang nicht rechtzeitig zur Toilette und geht Urin ab, spricht man von einer Dranginkontinenz.

Manchmal steht nach einer Operation auch die Blasenentleerung im Vordergrund: Bleibt zu viel Urin in der Blase zurück, kann dieser schließlich tropfenweise abgehen. Das wird als Überlaufinkontinenz bezeichnet.

Du bist unsicher, ob gelegentliche Tröpfchen bereits eine Inkontinenz sind? Unser Beitrag „Nur ein paar Tröpfchen oder schon inkontinent?“ hilft Dir, Deine Beschwerden besser einzuordnen. 

Gut zu wissen

Auch Medikamente können die Blase beeinflussen oder bestehende Beschwerden verstärken. Das ist besonders wahrscheinlich, falls Du seit der Operation neue Medikamente einnimmst und gleichzeitig Veränderungen beim Wasserlassen bemerkst. Welche Wirkstoffe dabei eine Rolle spielen und warum, erklären wir im Beitrag „Inkontinenz durch Medikamente: Wenn die Blase plötzlich anders reagiert“. Setz verordnete Medikamente jedoch nicht eigenständig ab, sondern besprich mögliche Zusammenhänge mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Ganz gleich, wie sich Deine Beschwerden zeigen: Nach einer Operation ist es sinnvoll, Veränderungen der Blase im Blick zu behalten und bei Unsicherheit anzusprechen.

Wann solltest Du die Inkontinenz ärztlich abklären lassen?

Ungewollter Urinverlust kann nach bestimmten Operationen zum Heilungsverlauf gehören. Trotzdem solltest Du neue Blasenprobleme bei Deinem Behandlungsteam ansprechen – besonders wenn Du nicht weißt, ob sie nach Deinem Eingriff zu erwarten sind.

Ärztlicher Rat ist insbesondere sinnvoll, wenn

  • Du Deine Blase nicht oder nur schwer entleeren kannst,
  • Blut im Urin auftritt,
  • Fieber, starke Schmerzen oder ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzukommen,
  • Du wiederholt Harnwegsinfektionen bekommst,
  • sich Deine Beschwerden deutlich erhöhen oder
  • der Urinverlust über längere Zeit unverändert stark bleibt und Deinen Alltag spürbar einschränkt. 

Um die Ursache herauszufinden, fragt die Ärztin oder der Arzt zunächst nach Deinen Beschwerden und untersucht Dich. Je nach Situation können eine Urinuntersuchung, Ultraschall oder eine Messung des Restharns nach dem Wasserlassen folgen. Bei speziellen Fragestellungen kommen weitere Untersuchungen infrage. 

Ist geklärt, was hinter den Beschwerden steckt, stellt sich häufig die nächste Frage: Wie lange dauert es, bis sich die Blasenkontrolle wieder verbessert? 

Seit der OP inkontinent – wie lange ist das normal?

Eine feste Zeitspanne gibt es dafür nicht. Wie schnell die Kontinenz wiederkehrt, hängt unter anderem vom Eingriff, der Ursache der Beschwerden und Deiner persönlichen Genesung ab. Nach einer Prostataentfernung beispielsweise kann sich die Kontrolle über die Blase über mehrere Monate weiter verbessern. Du möchtest genauer wissen, wie sich die Kontinenz nach einer Prostata-OP entwickelt? In unserem Interview „Inkontinenz nach Prostata-Operation“ beantwortet Urologin Prof. Dr. med. Ricarda M. Bauer wichtige Fragen zum Verlauf und zur Behandlung.

Da die Genesung individuell verläuft, lohnt sich vor allem der Blick auf Deine persönliche Entwicklung. Brauchst Du weniger Vorlagen? Kannst Du den Urin länger halten? Verlierst Du bei Belastung weniger Urin? Solche Veränderungen können zeigen, dass Du Fortschritte machst.

Ein Blasentagebuch, auch Miktionsprotokoll genannt, kann Dir helfen, diese Fortschritte besser zu erkennen und festzuhalten. Darin dokumentierst Du, wann und wie viel Du trinkst, wie häufig Du zur Toilette gehst und wann Harndrang oder Urinverlust auftreten. So werden Veränderungen leichter sichtbar, und Du hast zugleich hilfreiche Informationen für das Gespräch mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. In unserem Beitrag „Miktionsprotokoll: Kleine Einträge, große Wirkung“ erfährst Du, wie Du ein Blasentagebuch richtig führst – und findest dort eine praktische Ausfüllhilfe zum Download.

Je besser sich Deine Beschwerden einordnen lassen, desto gezielter kann auch die passende Unterstützung ausgewählt werden. 

Was hilft bei Inkontinenz nach einer OP?

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache und der Form Deiner Inkontinenz ab. Oft können zunächst Beckenbodentraining, Blasentraining und weitere unterstützende Maßnahmen helfen.

Den Beckenboden wieder gezielt einsetzen

Vor allem nach Prostataoperationen und einigen Eingriffen im Becken kann Beckenbodentraining helfen, die Kontrolle über die Blase wieder zu verbessern. Wichtig ist, die richtigen Muskeln gezielt anzuspannen und wieder zu entspannen. Gerade nach einer Operation kann eine physiotherapeutische Anleitung dabei hilfreich sein.

Wann Du mit dem Training beginnen kannst, solltest Du mit Deinem Behandlungsteam abstimmen. Konkrete Übungen für den Alltag findest Du in unserem Beitrag „Die besten Übungen für Deine Beckenbodenmuskulatur“.

Doch nicht immer steht der Beckenboden im Mittelpunkt. Meldet sich Deine Blase nach der Operation vor allem häufig und sehr plötzlich, kann ein anderer Ansatz sinnvoll sein. 

Was hilft bei starkem Harndrang?

Wenn Dich vor allem plötzlich auftretender Harndrang beschäftigt, kann je nach Ursache ein Blasentraining infrage kommen. Dabei lernst Du, Deine Toilettengänge wieder in einen passenden Rhythmus zu bringen und den Harndrang besser einzuschätzen.

Nach einer frischen Operation sollte jedoch zunächst geklärt werden, woher der starke Harndrang kommt und ob sich Deine Blase vollständig entleert. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Blasentraining für Dich geeignet ist.

Beckenboden- oder Blasentraining brauchen Zeit, bis sich Veränderungen bemerkbar machen. Umso hilfreicher ist es, wenn Du Dich während der Genesung im Alltag gut abgesichert fühlst. 

So fühlst Du Dich während der Genesung sicherer

Passende Inkontinenzprodukte können Dir die Zeit erleichtern, bis Deine Beschwerden weniger werden oder die Behandlung Wirkung zeigt. Wichtig ist, dass Saugstärke und Passform zu Deinem Urinverlust und Deinem Alltag passen. Welche Produktarten es gibt und worauf Du bei der Auswahl achten solltest, zeigt Dir unser Ratgeber „Mit Inkontinenz-Produkten sicher durch Tag und Nacht“.

Du bist noch unsicher, welches Produkt zu Deinen Bedürfnissen passt? Mit unserem Testpaket helfen wir Dir, das passende Produkt zu finden – auf Wunsch kannst Du es Dir nach Hause schicken lassen und in Ruhe ausprobieren.

Für unterwegs kann ein kleines Set mit Ersatzprodukt, Unterwäsche und Entsorgungsbeutel zusätzlich Sicherheit geben. So kannst Du weiterhin Spaziergänge, Besuche oder andere Unternehmungen planen, ohne dass die Sorge vor einem Missgeschick im Mittelpunkt steht.

Versuche außerdem nicht, weniger zu trinken, um den Urinverlust zu reduzieren. Zu wenig Flüssigkeit macht den Urin konzentrierter und kann die Blase zusätzlich reizen. Sofern Dir medizinisch keine andere Trinkmenge empfohlen wurde, ist es meist sinnvoller, über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken. 

Tipp für den Alltag

Richte Deinen Blick auf die Fortschritte. Bleibt Dein Inkontinenzprodukt inzwischen länger trocken, oder schaffst Du einen Spaziergang wieder ohne Wechsel? Solche Veränderungen zeigen, dass sich Deine Blasenkontrolle verbessert.

Manchmal braucht die Blase etwas mehr Unterstützung, um wieder zuverlässig zu funktionieren. Wenn Beckenboden- oder Blasentraining allein nicht ausreichen, stehen weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Was, wenn die Inkontinenz länger anhält?

Welche Möglichkeiten infrage kommen, hängt von der Ursache und der Form Deiner Inkontinenz ab. Bei Männern mit stärkerer Belastungsinkontinenz nach einer Prostataoperation kann beispielsweise eine Schlinge die Harnröhre stützen und so den Verschluss verbessern. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden kann ein künstlicher Schließmuskel eingesetzt werden, der das Zurückhalten und gezielte Ablassen des Urins unterstützt.

Auch Frauen mit anhaltender Belastungsinkontinenz bieten sich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Häufig kommt eine Schlingenoperation infrage. Dabei wird die Harnröhre so unterstützt, dass sie bei Belastungen wie Husten, Niesen oder Bewegung besser verschlossen bleibt.

Welches Verfahren für Dich geeignet ist, hängt von Deinen Beschwerden und der Ursache des Urinverlusts ab. Eine urologische oder urogynäkologische Untersuchung hilft, die passende Behandlung zu finden. Gemeinsam mit Deinem Behandlungsteam kannst Du so den Weg finden, der Dich dabei unterstützt, Deine Blasenkontrolle weiter zu verbessern. 

Schritt für Schritt zurück in Deinen Alltag

Nach einer Operation kann Deine Blase Zeit brauchen, um sich zu erholen. Du kannst diesen Weg aktiv unterstützen: mit dem für Dich passenden Beckenboden- oder Blasentraining, regelmäßigen ärztlichen Kontrollen und Inkontinenzprodukten, die Dir während der Genesung Sicherheit geben.

Achte dabei auch auf kleine Fortschritte – etwa wenn Du den Urin wieder länger halten kannst, seltener ein Inkontinenzprodukt wechseln musst oder Dich bei Spaziergängen und anderen Unternehmungen wieder sicherer fühlst. So kann die Aufmerksamkeit auf die Blase nach und nach wieder weniger Raum in Deinem Alltag einnehmen – und Du kannst Dich stärker auf andere Dinge konzentrieren, die Dir wichtig sind.

Fragebogen Testpaket

Finde jetzt Dein perfektes #lebenohnedruck Testpaket

Finde jetzt raus, welches Produkt Dir am besten helfen kann und bestell Dir kostenlos Dein Leben ohne Druck Testpaket.

Weitere Artikel

Wie Inkontinenz und Krebs zusammenhängen

Die Diagnose Krebs trifft wie ein Blitz. Von heute auf morgen wird alles anders: Operationen, Chemotherapie, Bestrahlung, Medikamente. Der Körper kämpft – gegen den Krebs, aber auch mit den Nebenwirkungen der Therapie. Was selten offen angesprochen wird: Viele Krebspatienten und -patientinnen entwickeln im Laufe der Behandlung eine Harninkontinenz. Je nach Krebsart und Therapieform ist etwa ein Drittel betroffen – Tendenz steigend. 

Zum Beitrag
Zwei Hände halten eine Vielzahl an unterschiedlichen Pillen und Tabletten in der Handfläche
Inkontinenz durch Medikamente: Wenn die Blase plötzlich anders reagiert

„Seit ich die neuen Tabletten nehme, muss ich ständig zur Toilette – kann das miteinander zusammenhängen?“ Tatsächlich können bestimmte Medikamente Harndrang oder ungewollten Urinverlust auslösen oder bestehende Beschwerden verstärken. Oft lässt sich durch eine ärztliche Abklärung herausfinden, was dahintersteckt und wie sich die Situation verbessern lässt.

Zum Beitrag
Inkontinenz nach Prostata-Operation – Urologin Prof. Dr. med. Ricarda M. Bauer im Interview

Inkontinenz ist ein belastendes Problem, das häufig bei Männern nach einer Prostata-Operation auftritt. Prostatakrebs oder auch eine gutartige Vergrößerung der Prostata können eine solche Prostataoperation nötig machen. Wie genau es zu diesem postoperativ auftretenden ungewollten Harnverlust kommt, was man dagegen tun kann und welche Hilfs- und Therapiemittel zur Verfügung stehen, erklärt Urologin Prof. Dr. med. Ricarda M. Bauer im Interview.  

Zum Beitrag