Richtig Wasserlassen: Tipps für ein gesundes Blasenmanagement

„So pinkelst du nicht nur effektiver, sondern auch gesünder!“ Für alles gibt es mittlerweile Optimierungstipps, Leitfäden oder Challenges. Aber hast Du schon mal irgendwo eine Anleitung zum Pipimachen, Wasserlassen oder Auf-die-Toilette-Gehen gefunden? Nein? Vielleicht liegt es daran, dass Wasserlassen zu den alltäglichsten Körperfunktionen gehört. Vielleicht aber auch daran, dass es zu intim ist? Die Art und Weise, wie wir auf die Toilette gehen, kann jedoch erheblich dazu beitragen, Blasenprobleme zu vermeiden. Für Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind, ist ein bewusstes Wasserlassen daher ganz besonders wichtig. Also lasst uns darüber sprechen! Hier erfährst Du, welche Haltung auf dem stillen Örtchen die richtige ist und wie Du durch richtiges Wasserlassen Beschwerden vorbeugst und Deine Blasengesundheit förderst.

Eigentlich die normalste Sache der Welt

Siebenmal pro Tag und höchstens einmal pro Nacht, so oft müssen wir durchschnittlich zum Wasserlassen auf die Toilette – in der Theorie! Bei Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind oder unter häufigem und starkem Harndrang leiden, kann das natürlich ganz anders aussehen. Aber ob mit oder ohne Blasenschwäche, bei einem ganz normalen Gang zur Toilette kann Mann und vor allem Frau viel falsch machen. Denn Frauen sind anfälliger für Blasenentzündungen. Die Ursache ist anatomisch bedingt und liegt an der kürzeren Harnröhre. Das richtige Wasserlassen spielt daher eine entscheidende Rolle, um Keime auszuspülen und Infektionen vorzubeugen.

Harndrang

Für eine normale Blasenfunktion sollte man pro Tag 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit trinken. Und ein Teil davon will später den Körper wieder verlassen. Wenn es so weit ist, erhält unser Gehirn das Signal Harndrang und wir sollten bald ein WC aufsuchen. Der erste spürbare Harndrang ist allerdings nur eine Vorwarnung. Mithilfe unserer Schließmuskeln können wir die Blasenentleerung etwas verzögern. 

Richtig Wasserlassen

  • Es ist nicht empfehlenswert, den Harndrang lange zu ignorieren. Wenn Du das erste Mal spürst, dass Du zur Toilette musst, solltest Du möglichst bald gehen. Durch das Einhalten können verschiedene gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Harnwegsinfektionen oder Blasenentzündungen auftreten. 
  • Auf der Toilette empfiehlt sich für Frauen und für Männer das Urinieren im Sitzen – und dies hat seine Gründe: Die Blase kann so vollständiger entleert werden. Das Risiko von Restharn und damit verbundenen Infektionen kann auf diese Weise reduziert werden. Zudem müssen im Stehen die Beckenbodenmuskeln stabilisiert werden, was den Urinstrahl behindern kann. Im Sitzen sind diese Muskeln entspannter, was das Wasserlassen erleichtert. Dazu kommt der hygienische Aspekt: Im Sitzen zu urinieren, kann hygienischer sein, da es weniger Spritzer und somit weniger Reinigungsaufwand gibt.
  • Sitzen ist nicht gleich Sitzen: Setz Dich entspannt auf das WC und nimm dir Zeit. Deine Füße sollten flach auf dem Boden stehen und Deine Knie hüftbreit auseinander sein. Richte den Oberkörper auf oder lehn Dich etwas nach vorn. Die Harnröhre kommt so in eine Stellung, die das Wasserlassen erleichtert.
  • Lässt man den Urin entspannt laufen, bleibt im Normalfall kein Urin zurück. Sollte dies doch der Fall sein, kannst Du das Becken leicht vor- und zurückkippen. Keinesfalls sollte gepresst werden – das erhöht den Druck auf Gefäße, Organe und Deinen Beckenboden und belastet diese zusätzlich.
  • Das Unterbrechen des Harnstrahls sollte vermieden werden. Unterbrichst Du das Wasserlassen ständig, kann es zu einer unvollständigen Entleerung kommen. Der Restharn kann zu Harnwegsinfekten führen und das Wasserlassen in Zukunft erschweren.
  • Das Wichtigste: Deine Blase braucht Zeit, um sich vollständig zu entleeren, ohne Druck oder Eile.

Gewohnheiten für eine gesunde Blase

Neben den oben genannten Pipi-Regeln sind regelmäßige Toilettengänge – nicht zu oft und nicht zu selten – grundsätzlich zu empfehlen. Du trainierst auf diese Weise Deine Blase und trägst dazu bei, den Harndrang besser zu kontrollieren. Mit gezieltem Blasentraining kannst Du ungewolltem Kontrollverlust aktiv entgegenwirken und die Funktionsfähigkeit Deiner Blase oftmals wieder in den Griff bekommen. Dies gibt Dir ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle. Am besten planst Du Deine Toilettengänge im Voraus, um der Blase einen Rhythmus beizubringen. Regelmäßige Toilettengänge können zudem Hautirritationen und Infektionen im Intimbereich vorbeugen, die durch längeren Kontakt mit Urin entstehen können. Zu einem gesunden Blasenmanagement gehört auch, ausreichend zu trinken, und zwar 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Alkohol- und koffeinhaltige Getränke solltest Du nur in Maßen genießen. 

Wusstest du, dass es für die optimale Position auf dem stillen Örtchen sogar Hilfsmittel wie einen Toilettenhocker gibt? Es handelt sich hierbei um eine Art Fußbank, die Dir hilft, den richtigen Winkel für die Beinhaltung zu erreichen, damit Du Dich ganz entspannt erleichtern kannst. Aber auch ohne Toilettenhocker bist Du jetzt bestens vorbereitet. Versuche doch gleich beim nächsten Mal, die oben genannten Tipps zu beherzigen. Es lohnt sich, und Deine Blase wird es Dir danken!




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